Getriebe

Um ein Fahrzeug fortzubewegen, bedarf es nicht nur vier Reifen und einem Motor. Um verschiedenen Fahrsituationen gerecht zu werden, wurde ab circa 1928 in die Fahrzeuge ein Getriebe eingebaut, um die Motorkraft besser zu verteilen und zu übersetzen. Diese Technik wurde immer weiterentwickelt und heutzutage gibt es eine Vielzahl von Variationen bei Schalt- und Automatikgetrieben. Aufgrund der der Maßgabe, Fahrkomfort und ökologisches Fahren unter einen Hut zu bringen, ist die Technik für Getriebe immer komplexer und raffinierter geworden. Gab es früher ein einfaches Viergang-Getriebe mit Rückwärtsgang, sind die heutigen Schaltstufen noch vielfältiger und besser auf das Motoraggregat abgestimmt. Während bei den Schaltgetrieben die Unterscheidung zwischen dem klassischen „H-Getriebe“, dem sequentiellen Getriebe, Synchrongetriebe oder dem Schieberadgetriebe unterschieden wird, wurde gerade im Bereich der Automatikgetriebe mehr und mehr in Richtung Fahrkomfort weiterentwickelt, was mit den früheren bekannten Automatikschaltwagen wenig gemein hat. Zu dem klassischen Automatikschaltgetriebe (ASG) sind nun ein Doppelkupplungsgetriebe und das Wandler-Kupplungsgetriebe hinzugekommen. Beide Getriebe haben ihre Vor- und Nachteile, gesamt gesehen hat das Doppelkupplungs-Getriebe durch einen besseren Wirkungsgrad, kleinerer Bauweise und den vielen Gleichteilen zu herkömmlichen Schaltgetrieben die Nase gegenüber Wandler-Getrieben leicht vorn. Gerade die Autobauer aus Wolfsburg und Ingolstadt waren Vorreiter für diese Getriebetechnik, die dann in großen Stückzahlen in Serie ging. Durch die kompakte Bauweise ist es auch erstmals möglich gewesen, ein Getriebe mit Automatikschaltung in ein Motorrad einzubauen. Für ein Wandler-Automatikgetriebe spricht, dass durch die Planetengetriebe ein sanfter Schaltvorgang stattfindet und dabei eine hohe Drehmomentdichte gegeben ist.